Hauptsache Bio: Birnen, Äpfel und Orangen auf dem Wochenmarkt, sb
Birnen, Äpfel und Orangen auf dem Wochenmarkt

Öko-Wochenmärkte in Köln

Frisches, regionales Obst und Gemüse statt Billigware aus dem Supermarkt. Auf gleich vier Kölner Öko-Wochenmärkten können Kunden Bio-Produkte direkt vom Erzeuger kaufen: am Rudolfplatz, Severinskirchplatz, Neusser Platz und Maternusplatz.

Vom Agnesviertel über die Innenstadt bis nach Rodenkirchen finden sich die Biomärkte. Die Auswahl ist klein, aber fein. Und der Käufer weiß: Die Ware stammt aus der Nachbarschaft - ohne vorherigen Rundflug um den halben Erdball. Sie ist garantiert frisch und lecker obendrein.

Für Betreiber Christoph Dornbusch von der Firma Agrarkonzept ergänzen Ökomärkte die traditionellen Wochenmärkte. Seine typischen Kunden sind "junge Eltern, die besonders auf die Gesundheit ihrer Kinder achten", sagt Dornbusch. Außerdem Slow Fooder, denen Qualität und Geschmack beim Essen besonders wichtig sind. Und natürlich Hobbyköche mit Vorliebe für hochwertiges Fleisch aus langsamer Aufzucht.

Rudolfplatz – erster rheinischer Ökomarkt

In der Innenstadt am Rudolfplatz liegt der erste Ökomarkt im Rheinland. Seit Mai 1995 bieten Händler hier ausschließlich kontrolliert biologische Lebensmittel an. Der Biohof Bursch hat übers Jahr sechzig verschiedene Sorten an saisonalem Obst und Gemüse im Sortiment. Haus Bollheim lockt Käufer beispielsweise mit Käse- und Milchprodukten aus der eigenen Hofkäserei sowie Brot und Backwaren aus der Mühlenbäckerei Zippel. Bio-Metzger Bernd Huth und ein weiterer Bio-Bäcker runden das Angebot am Rudolfplatz ab. Der Markt hat mittwochs und samstags geöffnet. Am Mittwoch macht überdies das fahrende Bio-Restaurant Food Truck Station und bietet bunte Burger als Snacks.

Kölns kleinster Ökomarkt am Severinskirchplatz

Jeden Dienstag bereichern drei Stände den Severinskirchplatz mit ihren Bio-Angeboten. Damit ist er vermutlich der kleinste Markt Kölns. Der Beliebtheit tut das keinen Abbruch, im Gegenteil. Die Käufer schätzen den Charme des Marktes im Vringsveedel, der seit 1996 besteht. Brot und Backwaren (DLS Mühlenbäckerei), Käse und Milchprodukte (Michaelshof) sowie Obst und Gemüse (Bursch) bieten ausreichend Auswahl für ein gesundes, schmackhaftes Essen. Freitags verstärken übrigens zwei zusätzliche Stände den überschaubaren Markt (Haus Bollheim und Hofkäserei Bollheim). Food Truck mit seinen Burger-Snacks ist ein weiteres kulinarisches Plus am Freitag.

Bio-Gemüse auf dem Ökomarkt, sb
Biogemüse auf dem Ökomarkt Neusser Platz
Ökomarkt vor der Agneskirche, sb
Ökomarkt auf dem Neusser PLatz im Schatten der Agneskirche
Käserei Bollheimt, sb
Käserei Bollheim auf dem Ökomarkt Neusser PLatz

Ökomarkt Neusser Platz mit preisgekröntem Käse

Er kam, sah und siegte: 2007 startete der Ökomarkt auf dem Neusser Platz. Auf Anhieb kam der Markt bei den Menschen im Agnesviertel gut an. Heinz Bursch, Ökolandwirt aus Bornheim, hat neben Produkten aus eigenem Anbau auch passende Rezepte parat. Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel, weiß Bursch. Und bietet die unterschiedlichsten Sorten an. Die vorwiegend festkochende Rote Laura - der Name kommt von der roten Schale - ist ein echtes Multitalent. Die leicht süßliche "Allianz" empfiehlt sich besonders für Kartoffelsalat oder Pellkartoffeln. Auf Vielfalt statt Einheitsbrei setzen auch die Vollkorn-Mühlenbäckerei aus Hennef und der Landmetzger aus Erftstadt. Die Hofkäserei Bollheim hat sogar einen preisgekrönten Käse im Sortiment: Der Rote Bollheimer erhielt 2012 vom Verband für handwerkliche Milchverarbeitung die Goldene Käseharfe.

Alles Bio auf dem Rodenkirchener Ökomarkt

Im September 2011 stellte Betreiber Dornbusch am Maternusplatz in Rodenkirchen seinen jüngsten Bio-Markt auf die Beine. Händler und Kunden sind begeistert. Als Pilotprojekt geplant, sind die vier Stände in Rodenkirchen mittlerweile fest etabliert. Wie immer dabei: Obst und Gemüse. Landwirt Josien Zintzen vom Michaelshof empfiehlt besonders seine schmackhafte Milch. Sie lagert in dunklen Glasflaschen. Das schützt die empfindliche Milch vor zu starkem Lichteinfluss. Mühlenbäcker Zippel rühmt das intensive Aroma seiner Bio-Backwaren. Sie seien auch nur wenig teurer als herkömmliche Erzeugnisse. Das ist bei Fleisch anders, weiß Bio-Metzger Bernd Huth. Der Verzicht auf Massentierhaltung hat seinen Preis. Dafür bietet er auch außergewöhnliche Delikatessen wie Schwarzfußhühner.

Autorin: Clivia Kelch-Rade

Bewerte diese Seite

 
 
 
 
 
 
 
Bewerten
 
 
 
 
 
 
8 Bewertungen
80 %
1
5
4
 

Nach oben

Ökomärkte

Severinskirchplatz
(Südstadt)
Di und Fr 10-18 Uhr

Rudolfplatz
(Innenstadt)
Mi 11-18 Uhr
Sa 8-14 Uhr

Neusser Platz
(Agnesviertel)
Do 8-14 Uhr

Maternusplatz
(Rodenkirchen)
Do 8-14 Uhr

©  2017 Redaktion Köln