Die ersten Krokusse strecken ihre Köpfchen in die warme Frühlingssonne; sb
Krokusse in der Kölner Flora

06.03.2017

Frühlingstipps für Kids: Indoor und Outdoor

Jeden Morgen geht jetzt die Sonne ein bisschen früher auf. Mit ihren warmen Strahlen weckt sie die Natur aus dem Winterschlaf. Draußen sprießt das erste zarte Grün und zwischen Bäumen leuchten blau-lila Leberblümchen und gelbe Anemonen. Schon im ersten Morgengrauen zwitschern die Vögel und Ostern steht vor der Tür.

Für junge Forscher und Schatzsucher gibt es jetzt viel zu entdecken. Wer kennt alle Frühblüher, welcher Vogel baut im Garten sein Nest und wie entsteht aus einer zart weiß rosa Blüte ein knackiger Apfel? Hier kommen unsere elf besten Frühlingstipps für Drinnen und Draußen, von der Schatzsuche bis zum prasselnden Osterfeuer.

1. Wer findet beim Spaziergang den tollsten Schatz?

Ein alter knorriger Ast, der aussieht wie ein Pferd? Oder ein Stein, der in der Sonne glitzert? Kinderaugen entdecken viele kleine und große Wunder auf einem langen Spaziergang. Jedes Mal dürfen sie einen oder zwei kleine Schätze mit nach Hause bringen. Dort kommen sie in ein geheimes Kästchen oder dürfen auf der Fensterbank. Und wer mag, bastelt mit Holz, Steinen und Co. ganz tolle Collagen.

2. Wer kennt alle Frühblüher?

Draußen kitzeln die ersten warmen Sonnenstrahlen in der Nase und Schneeglöckchen, Krokusse und Anemonen stecken neugierig ihre bunten Köpfchen aus der Erde. Doch wer kennt Sie alle? Mit dem Fotoapparat im Gepäck geht´s auf Entdeckungsreise. Wer mag, buddelt zusätzlich ein Exemplar mit Wurzel aus und trocknet es zwischen Löschpapier und schweren Büchern (Zwiebeln aber bitte im Boden lassen).

Aus den Fotos entsteht später ein wunderschönes Fotobuch (beispielsweise bei Cewe ab 7.95€, ). Namen, Blütezeit und mehr bestimmen Kinder gemeinsam mit Mama, Papa oder Geschwistern und beschriften die Bilder. Und wer jeweils eine Seite frei lässt, klebt später die getrockneten Pflanzen einfach daneben. Das sieht toll aus. Und im nächsten Frühjahr erkennt sicher jeder Märzbecher, Leberblümchen und Tulpe.

Forsythien wachsen in vielen Kölner Parks und Gärten, sb
Forsythien

3. Wer malt das schönste Frühlingsbild?

Erst leuchten überall bunte Tupfer auf der Erde. Dann schlagen die Bäume aus und auf kahlen Ästen zeigt sich ein zartes Hellgrün. Nach einem Spaziergang bringen Kinder mit zarten Aquarellfarben (Tusche oder Buntstifte, um die 10 € im Handel) ihre Eindrücke vom Frühlingsspaziergang auf dem Zeichenblock. Und das schönste Bild kommt natürlich gerahmt an die Wand. Aber bitte nicht zu schnell. Das kleine Kunstwerk muss erst trocknen.

4. Wer singt denn da und baut ein Nest?

Schon ganz früh am Morgen schilpt und zwitschert es wieder draußen. Und wer ganz leise ist, kann vielleicht sogar einem der kleinen Piepmätze beim Nestbau zuschauen. Doch wer ist wer? Ist der Vogel mit dem roten Hals ein Rotkehlchen? Und klaut da gerade ein frecher Spatz eine Brotkrume? Wer´s schafft, macht ein Foto. Alle anderen merken sich kleine Details wie Schnabel- und Gefiederfarbe, Größe und Laute. Dann geht's ans Bestimmen. Hilfe gibt's im Web, beispielsweise beim Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU)

Am meisten Spaß macht´s natürlich, wenn Kinder und Eltern im Wettbewerb ihr Vogelwissen testen. Wetten, dass die Kleinen schon nach kurzer Zeit besser sind?

5. Wer will schon ein Stubenhocker sein?

Draußen spielen macht so viel Spaß. Verstecken und Fangen ist ok. Aber wie wär´s denn mal mit was Neuem? Aus Ästen, Taschen oder Spielzeug entsteht ein Parcours. Mit einer Astgabel balancieren die Kinder nun geschickt einen kleinen Ball oder Tannenzapfen um die Hindernisse. Wer am schnellsten mit seinem Objekt im Ziel ist, hat gewonnen. Fällt der Ball oder Zapfen allerdings runter, geht's von der Startposition erneut los.

6. Wer kennt Feuer und Eis?

Je mehr Kinder mitspielen, desto größer der Spaß bei "Feuer und Eis". Das ist zwar auch was für drinnen, aber draußen ist mehr Platz. Und so geht´s: Ein Kind beginnt. Es bestimmt das Element, in oder auf dem sich alle anderen bewegen. Das ruft es ganz laut, z.B. "Feuer". Der Untergrund ist plötzlich ganz heiß und alle müssen die Füße schnell bewegen und gaaanz hochziehen, damit sie sich nicht verbrennen.

Jetzt darf der nächste bestimmen: "Eis". Der Boden ist nun glatt und rutschig. Und weil es sehr kalt ist, frieren die Bewegungen ein. Und so geht´s der Reihe nach weiter. Jeder darf mal bestimmen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Orkan, Treibsand oder Hagelschauer: Alles ist erlaubt. Hauptsache es macht Spaß!

Wilde Kirschblüten im Kölner Park, sb
Wilde Kirschblüten im Kölner Park

7. Wie wird aus einer Blüte ein Apfel?

Im Frühling blühen Äpfel, Kirschen und Kastanien. Dabei verschiebt sich der Beginn der Blütezeit immer weiter nach vorne. Sechs bis zehn Kalendertage in den letzten 30 Jahren, sagen Wissenschaftler. Doch wie ist das in den Schrebergärten und Parks in der Region? Und wie, warum und wann hängen statt Blüten Äpfel, Birnen oder Kastanien am Baum?

Hier sind kleine Forscher gefragt. Bewaffnet mit Fotoapparat, Notizheft und Stift beobachten sie Bäume und Sträucher in der Umgebung. Sie halten alle Details genau fest. Wann blühet die große Kastanie gegenüber? Wann zeigt der Apfelbaum die ersten Fruchtstände. Aus Bildern und Aufzeichnungen entsteht bis in den Herbst hinein ein tolles Forscherbuch (beispielsweise bei Rossmann ab 4,95 €) Was für ein Abendteuer!

8. Wie ziehe ich Sprossen auf der Fensterbank?

Am einfachsten geht´s mit Gartenkresse. Die Samen kosten im Handel um die 70 Cent. Dazu kommt eine Plastikdose, beispielsweise ein alter Margarine-Becher, Watte oder Küchenpapier und natürlich Licht und Wasser. Und so geht's: Watte oder einige Lagen Küchenpapier in der Plastikschale drücken. Kresse-Samen darauf verteilen und angießen. Regelmäßig gießen, aber bitte mit wenig Wasser. Der Untergrund sollte feucht, aber keinesfalls nass sein. Auf der warmen Fensterbank sprießen etwa nach zwei Tagen die ersten Keime.

Kleine Entdecker beobachten gespannt jeden Tag, wie ihre Pflanzen wachsen. Und das Tollste: Naschen ist erlaubt. Nach vier bis fünf Tagen sind die Sprossen dafür groß genug. Sie schmecken klasse auf Butter- oder Quarkbroten oder eben einfach nur so. Aber Vorsicht: Sie sind ein wenig scharf.

9. Wer hat die schönsten Osterzweige?

Zwei bis drei Wochen vor Ostern sollten Zweige von Weide, Birke oder Forsythien ins Haus. Dann blühen sie pünktlich zum Fest. Im Warmen geht das sogar noch schneller. Doch was wäre ein Osterstrauch ohne bunten Eierschmuck? Dafür einfach Eier vorne und hinten anstechen und kräftig ausblasen. Dabei helfen die Großen sicher gerne. Eier dann am besten auf einen Holzstab pieksen. So können kleine Hände sie besser festhalten.

Jetzt geht's ans verzieren. Und dabei ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Einfach mit Pinsel und Farbe bunt anmalen und Dekomotive aufkleben. Besonders schön gelingen die Eier, wenn sie ein wenig "Frost" bekommen. Dafür erst einfarbig anmalen und gut trocknen lassen. Dann mit einem Klebestift Motive auf das Ei malen. Anschließen in Zucker wälzen. Zum Aufhängen einen Streichholz in der Mitte mit Schleifenband oder Angelsehne umwickeln und verknoten. Streichholz ins Ei stecken, Schlaufe über einen der Blütenzweige hängen. Fertig!

10. Was verschenke ich zum Osterfest?

Wie wäre es denn mit einem selber gebastelten Eierwärmer? Dafür aus Pappe eine Schablone schneiden: beispielsweise einen Osterhasen oder einfach nur ein ausreichend großes Dreieck. Die Umrisse anschließend auf Filz übertragen (um die 3€ im Handel). Mit einem halben Zentimeter Nahtzugabe ausschneiden. Anschließend mit einer dicken Stopfnadel und bunter Wolle außen im Schlingstich zusammennähen.

11. Wo prasselt das Osterfeuer am schönsten?

In und um Köln prasseln bei Anbruch der Dunkelheit oder sogar ganz früh morgens die Osterfeuer. Das ist für große und kleine Pänz ein ganz besonderes Erlebnis. Von weiten schauen sie gebannt auf die züngelnden Flammen und lauschen dem Knistern und Knacken. Das ist spannend. Bei privaten Veranstaltungen dürfen die Kleinen auch gerne animalische Kostüme anziehen. So treiben sie mit viel Lärm und Getöse die bösen Wintergeister davon.

Osterfeuer in Köln: Termine 2017

Ostersamstag, 15. April 2017: Feier der Osternacht mit Osterfeuer im Hohen Dom zu Köln

Wann? vor. 22:30 Uhr
Wo? Hoher Dom zu Köln, Pontifikalamt am Vierungsaltar

Ostersonntag, 16. April 2017: Liturgische Ostermorgenfeier mit Osterfeuer und Osterfrühstück

Wann? 5 Uhr (in aller Herrgottsfrühe)

Wo? Lutherkirche Köln (Nähe Volksgarten). Von da aus zieht der Tross in den Volksgarten zum brennenden Osterfeuer.

Osterfeuer im Friedenswald (Forstbotanischer Garten, Eingang Schillingsrotter Str.100)
Voraussichtlich 17.April 2017 (Ostermontag) um 17 Uhr.

Alle Angaben ohne Gewähr. (sb)

Bewerte diese Seite

 
 
 
 
 
 
 
Bewerten
 
 
 
 
 
 
12 Bewertungen
92 %
1
5
4.6
 

Nach oben

Wettbewerb: Erlebter Frühling

Wettbewerb der NAJU "Erlebter Frühling 2014"

"Erlebter Frühling 2017" ist ein Wettbewerb der Jugendorganisation NAJU für Pänz von drei bis zwölf Jahren. Auch in diesem Jahr können die kleinen Forscher wieder tolle Preise gewinnen. Darunter: Bücherpakete, Naturerlebnistage, Forscherausrüstungen und mehr.

Mitmachen ist kinderleicht. Einfach die Bänderschnecke, die Salweide, den Igel und den Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, beobachten und aus den gesammelten Materialien beispielsweise Podcasts, Videos, Collagen oder vielleicht sogar ein Frühlingsquiz anfertigen. Und natürlich rechtzeitig abschicken. Einsendeschluss ist der 12. Juni 2017.

Mehr Infos und die Teilnahmebedingungen gibts unter www.erlebter-fruehling.de.

©  2017 Redaktion Köln  

Werbung KIK Kurse