Honig vom Imker ist besonders lecker und sogar richtig gesund, Foto Birgit Kleber
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11 Fakten zum Honig

63 Prozent aller Deutschen essen nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft regelmäßig Honig. Die meisten wünschen sich den Stoff vom Imker um die Ecke, und kaufen ihn dann doch im Supermarkt.

Hier erfahren Sie Wissenswertes und Praktisches über Honig. Hätten Sie's gewusst?

1. Ist Honig gesünder als „normaler“ Zucker?

Honig besteht aus Wasser und einem Mix aus Zucker, vor allem Frucht- und Traubenzucker. Wer also sehr viel davon isst, ernährt sich nicht ausgewogen. Aber: Die Süßkraft von Honig ist höher als die von Haushaltszucker (Saccharose). Und damit lässt sich Honig sparsamer als Zucker verwenden. Auch enthält Honig einen Hauch von Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen.

2. Wie gut ist kaltgeschleuderter Honig?

Egal, welchen Honig Sie kaufen - ob im Supermarkt oder beim Imker - er wird zum Schleudern nicht erhitzt. Die Imker kommen mit den üblichen Honigschleudern auch so klar und außerdem ist es gesetzlich verboten, Honig zum Schleudern zu erwärmen.

3. Ist Honig für Baby-Brei geeignet?

Klares Nein. Honig ist Rohkost. Es besteht sogar die Gefahr einer Vergiftung: So wie Ahornsirup verursacht Bienenhonig bei empfindlichen Babys möglicherweise Säuglingsbotulismus . Sobald die Kids ein Jahr alt sind, ist Honig aber ok.

4. Der Honig ist fest geworden. Was tun?

Einige Sorten sind von Natur aus fester als andere, etwa Klee- oder Rapshonig. Andere kristallisieren beim längeren Stehen aus. Das hat keinen Einfluss auf die Qualität, stört aber eventuell beim Schmieren des Honigbrötchens. Meistens hilft gründliches Rühren, und schon ist er wieder streichfähig.

Vosicht Bienen, bk
Vosicht Bienen, Schild in der Natur an Bienenstöcken

5. Darf ich Honig in der Mikrowelle erwärmen?

Sie dürfen. Allerdings nehmen Sie dem Honig dadurch alle seine gesunden Enzyme. Außerdem kann sich das Abbauprodukt HMF (Hydroxymethylfurfural) bilden, was als nicht besonders bekömmlich gilt. Besser als eine Mikrowelle ist also ein mäßig temperiertes Wasserbad. Darin wird der Honig schonender erwärmt.

6. Wie lagere ich Honig?

Am besten kühl und im Dunkeln. Im Küchenschrank ist er durchaus gut aufgehoben. Noch besser ist eine Lagerung kühler als Zimmertemperatur, etwa im Vorratsraum oder im Kühlschrank. Dort bleibt die Qualität optimal erhalten, auch wenn so mancher Honig dadurch fester wird. Hier hilft: rühren. Wie auch immer Sie den Honig lagern - die Honiggläser immer fest verschließen.

7. Die Haltbarkeit vom Honig ist abgelaufen. Und jetzt?

Keine Sorge, Honig ist ein Lebensmittel mit Rekordpotenzial in der Haltbarkeit. Allerdings ist es wichtig, dass Sie ihn nicht zu warm lagern. Sonst lässt die Enzymwirkung des Honigs nach und es reichert sich sogenanntes HMF (Hydroxymethylfurfural) an. HMF kommt bei vielen erwärmten Lebensmitteln vor, aber seine Unbedenklichkeit ist noch nicht nachgewiesen. Kühl gelagert dagegen können Sie Honig noch Monate der dem Ablaufen der Haltbarkeit genießen.

8. Honig kommt aus Blüten, oder?

In der Tat: Bienen gewinnen Blütenhonig aus dem Nektar unterschiedlicher Blüten. Es gibt aber auch sogenannte Honigtau-Honige wie den Waldhonig, bei denen die Bienen den Honigtau von Läusen ernten. Klingt seltsam, schmeckt aber phantastisch.

9. Wird Honig vor dem Abfüllen gefiltert?

Bestenfalls bleibt Honig ungefiltert. So enthält er noch die eiweißreichen Pollen und bleibt naturbelassen. Honig filtern ist nach deutscher Honigverordnung verboten, laut EU aber zulässig. Gefilterter Honig bleibt länger flüssig und ist "geschmeidiger".

10. Welche Alternativen haben Veganer?

Interessante Alternativen zu Haushaltszucker sind zum Beispiel Agavendicksaft, Ahornsirup, Apfel- oder Birnendicksaft, Kokosblütenzucker und viele mehr. Gute Quellen sind Reformhäuser, Bioläden und Onlineshops. Wer möchte, kocht sich aus Löwenzahnblütensud (vorher filtern) und Zucker Löwenzahnhonig, der leicht nach Blütenhonig schmeckt.

11. Ich will Bienen! Welche Pflanzen sind geeignet?

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat eine Übersicht über Gartenpflanzen erstellt, welche eine gute Nektarquelle für Bienen sind. (Broschüre als PDF, 3 MB) Empfehlenswert ist ebenso die Bienen-App. (Birgit Kleber)

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Ist 5-HMF gesundheitsschädigend? Nein, sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer Stellungnahme aus dem Jahr 2011. Der Stoff entsteht beim Erhitzen kohlenhydrathaltiger Lebensmittel. Wissenschaftler haben ihn wegen seiner angeblich krebserregenden und erbgutschädigenden Wirkung unter die Lupe genommen. Bisherige Studien konnten den Verdacht jedoch nicht bestätigen.