Nur aus der Ferne als ganzes gut sichtbar. Kölner Dom vom Mediaturm nahe dem Cindom aus fotografiert, tb
Der Kölner Dom aus der Vogelperspektive

Der Kölner Dom in 3D

Kulturfilmer Martin Papirowski hat einen großen Band zum Kölner Dom herausgegeben. Auf 64 Seiten sind viele Abbildungen in 3D sichbar. Hier unsere Buchrezension.

Ein Taschenbuch sieht anders aus. 32 cm breit, 27,5 cm hoch, links auf dem Hardcover eine integrierte 3D-Brille und im Innenteil großflächige Bilder auf 64 Seiten. Historische Stiche und andere Abbildungen führen wie im Zeitraffer durch die Baugeschichte des Kölner Doms seit der Grundsteinlegung 1248. Fachleute aus Deutschland und Rumänien haben für die perspektivische Wirkung die Bilder kopiert, bearbeitet, zerlegt und ergänzt. Erst dadurch sind nun mittelalterliche Häuser vor dem halbfertigen Kirchenbau so realistisch sichtbar wie das hoch aufstrebende Kircheninnere. Insgesamt 24 der vielen Illustrationen sind dadurch ganz und doppelseitig in 3D entstanden. Doch Vorsicht: Machen Sie besser zwischendurch eine Pause, sonst ist ein Aspirin fällig!

Ein Filmemacher, der schreiben kann

Autor Martin Papirowski (Dortmund 1960*) ist Dokumentarfilmer (Terra X, Quo Vadis) mit einem Faible für Kirchengeschichte. Er hat schon mehrere Bücher über den Dom veröffentlicht. Dies ist sein erster Band in 3D. Die Bildunterschriften bringen Fakten und Kuriositäten, die Fließtexte sind leicht lesbar und auch die eingestreuten Quizfragen machen Spaß. Zwar hat der Verlag ein Bildglossar mit Angaben zu den Originalenbildern samt Datum vergessen. Doch ansonsten ist das Buch seinen Preis allemal wert.

Fazit: Schönes Geschenk für die täglich rund 20 000 Domfans, die mit ihren Digitalkameras und Smartphones an den Dimensionen des Kölner Kirchenbaus verzweifeln.

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