Neue Bühnenstücke im Hänneschen-Theater

Ein Engel braucht Flügel, in Knollendorf landet die Zeitmaschine auf der Suche nach einer Kartoffel. Und ein mittelalterlicher Ohrring sorgt für richtig viel Wirbel. Intendantin Frauke Kemmerling hat gestern im Hänneschen-Theater den Spielplan 2014/2015 vorgestellt. Dabei waren auch die Autoren der Stücke.

Es wird wieder spannend für Hänneschen und Bärbelchen. Sechs neue Stücke sind in Arbeit. Und Intendantin Frauke Kemmerling freut sich auf die Zusammenarbeit mit anderen kölschen Institutionen. So helfen Bühnenbildner der Oper diesmal beim hochmittelalterlichen Bühnenbild zum Stück Wat fott es, es fott. Grund: Im Zentrum steht ein 1000 Jahre alter Ohrring aus byzantinischer Zeit und da brauchen die Puppen eine ganz eigene Kulisse.

Engelspröfung, Äädäppelsfess und Puppensitzung

Die Autoren haben mal wieder richtig zugelangt. Der gelernte KFZ-Mechaniker und Tünnes-Darsteller Udo Müller bringt das Familienstück Engelspröfung als Weihnachtsstück in vier Akten. Darin muss ein Schutzengel den Tünnes beschützen, bis ihm Flügel wachsen. Premiere siehe rechte Spalte.

Ein weiteres Stück heißt Et Äädäppelsfess von Autorin Iris Schlüter. Im tiefen Bayern hat sie einst gelebt, nur Kasperle gekannt und dann eine Magisterarbeit über das Hänneschen-Theater geschrieben. Wer so etwas macht, kommt von dem Thema offensichtlich nicht mehr los. Diesmal dreht sich ganz Knollendorf um die Kartoffel, weil der Urururahn mit der Zeitmaschine auf Knollen-Suche zu Besuch kommt ...

Dritte im Bunde ist Klüngelpütz-Theaterchefin Marina Barth. Mit ihrer Hänneschen-Premiere Wat fott es, es fott macht sie die Ausgrabungen in Köln zum Thema und lässt einen byzantinischen Ohrring für sehr viel Aufregung sorgen. Vor allem Bärbelchen ist sauer, denn Hänneschen sieht lauter scharf aussehende Byzantinerinnen. Premiere siehe rechte Spalte.

Natürlich laufen auch wieder die legendären Puppensitzungen. Die für Kinder startet am 23.1.2015, die Ensembleproduktion Puppensitzung 2015 steigt ab dem 10.1.2015.

Hochbetrieb in der Puppenwerkstatt

Inzwischen laufen die Vorbereitungen im Hänneschen-Theater auf Hochtouren. Die Mitarbeiter proben, die Musikband spielt die neuen Stücke ein und in der Werkstatt bekommen alte Gesichter und Körper ein neues Outfit. Denn Puppen, sogar solche wie Millowitsch und Lafer, dienen der Wiederverwertung. Und so manches Kostüm von 1950 kommt auch noch mal zum Einsatz. Die Fotos unten zeigen Impressionen aus der Werktstatt. (tb)