08.01.2014

Pofallas Skandal-Vertrag mit der Bahn

Breaking News: Kölnreporter hat den Arbeitsvertrag von Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla mit der Deutschen Bahn vorliegen. Eine Glosse von Christian Wagner

Jetzt also doch. Dieses brisante Dokument hat ein Insider unserer Redaktion zugespielt. Wir veröffentlichen es hier im Wortlaut, denn die deutsche Öffentlichkeit hat ein Recht auf Klarsicht:

Arbeitsvertrag

Die Parteien Deutsche Bahn (DB) und Ronald Pofalla (46, CDU, arbeitslos) schließen folgenden Vertrag.

§1 Herr Pofalla beginnt seine Arbeit für die Deutsche Bahn rückwirkend zum 28. Oktober 2009.

§ 2 Herr Pofalla arbeitet Vollzeit als Lobbyist für die Deutsche Bahn. Sein Posten ist Vorstandmitglied mit undefiniertem Aufgabenbereich.

§ 3 Es ist Herrn Pofalla gestattet, seinen Aufgaben per Telearbeit aus dem Deutschen Bundestag wahrzunehmen.

§4 Für seine kompetente Arbeit erhält Herr Pofalla eine Aufwandentschädigung von 1.8 Millionen Euro brutto pro Jahr von der Deutschen Bahn AG.

§5 Das Hauptarbeitsgebiet von Herrn Pofalta umfasst, in Zusammenarbeit mit dem DB-Logistics-Partner NASA, die Erschließung neuer Verkehrsverbindungen zum Mond.

§6 Überstunden und Reisebereitschaft sind Bestandteil der Tätigkeit und werden voll vergütet. Die Bereitschaft zu außerplanmäßigen Höhenflügen und zum Bau von Luftschlössern wird vorausgesetzt.

§7 Die Arbeitszeit von Herrn Pofalta umfasst 3,65 Tage im Jahr. Es ist Herrn Pofalte nicht gestattet Nebentätigkeiten, wie zum Beispiel der Arbeit für das Wohl der deutschen Staatsbürger nachzugehen.

§8 Bei Inkompetenz im Umgang mit der Herbeiführung korrupter Arbeitsverhältnisse kann Herrn Po-Falte bei Ablauf des letzten Lebensjahres, mit einer Frist von 10 Jahren gekündigt werden.

Frankfurt am Main, den 8. Januar 2014

Für den Vorstand der Deutschen Bahn

_______________________ _______________________ Ronald die Po-Falte

Dr. Rüdiger Grube

_______________________

Dr. Richard Lutz

_______________________

Dr. Volker Kefer

_______________________

Ulrich Weber

_______________________

Gerd Becht

_______________________

Dr. Heike Hanagarth

_______________________

Hartmuth Mehdorn (in perpetuum)

Empört äußerten sich Ex-Kanzler Schröder, Ex-Kanzlerkandidat Steinbrück und Möchtegern-Ex-Eu-Wettbewerbskommissar Günther Oettinger. Pofalla habe viel zu schlecht verhandelt.

Auch die Opposition, vertreten durch den Ex-Grünen, Ex-Außenminister Joschka Fischer, äußerte ihre Betroffenheit am Rande eines Vortrags vor Vertretern der deutschen Energiewirtschaft.

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