Die Fleischer Innung Köln organisiert jedes Jahr einen Blutwurst-Wettbewerb. Sieger 2013 ist das Kölsche Unternehmen Fleischerwaren GS Schmitz. Foto & Design © sb
Blutwurst aus Köln, Flönz, als Dömchen zugeschnitten

06.12.2013

Es geht um die Blutwurst: Der Flönz Cup 2013

Die Fleischer Innung Köln hat entschieden: Den Rot- und Blutwurst-Wettbewerb 2013 gewinnt die Metzgerei GS Schmitz in der Kategorie Kölsch-Flönz.

Sie machen Trüffelschinken, Leberwurst im Ring, frisches Mett, Blutwurst. Und so ist es schon brüllkomisch, als mir die Journalistin von Center-TV gestern zuraunt: ich bin Vegetarierin.

Ort des Geschehens: Das Restaurant Fähre hinter Chorweiler im Kölner Norden direkt am Rhein. Astrid Schmitz, die Geschäftsführerin des prämierten Unternehmens Fleischwaren GS Schmitz GmbH & Co. KG, nimmt den Pokal telegener entgegen als eine Marietta Slomka. Und souveräner. O-Ton: "Wir verstehen die Preisverleihung nicht nur als Qualitätssiegel, sondern auch als Wertschätzung unseres Engagements für rheinische Lebensart."

Astrid Schmitz, tb
Astrid Schmitz, Geschäftsführerin einer Kölner Metzgerei, tb
Blutwurst als Dom, sb
Blutwurst als Dom, tb
Die Fleisch-Sänger, tb
Die Fleisch-Sänger aus Köln, tb

Uns Blootwoosch is patentiert!

Eine Delikatesse ist die Wurst nicht, eher echte Hausmannskost. Dennoch ist die Freude der Geschäftsführerin berechtigt. Denn Flönz aus Schwarten, Blut, Gewürzen und Pökelsalz gehört zum Kölschen Kult(ur)gut. Sie gibt es schon seit dem 19. Jh. Und danach ging es Schlag auf Schlag:

1928 steht Flönz im Rheinischen Wörterbuch.

Und ist schon Teil vom Kölsche Kaviar

2011 bringt Peter Millowitsch den Bühnen-Kracher "Tour de Flönz".

2012 stellt das Berliner Patentamt die Kölsche Blootwoosch unter Schutz.

Und nun, 2013, ehrt die Fleischer Innung GS Schmitz.


In der strengen Jury sitzen jedes Jahr Hausfrauen, Metzger, Veterinäre und Berufsschullehrer. Sie bewerten auch andere Fleischwaren wie Nettesheimer Blutwurst und Schinkenrotwurst.

Die Show der Fleisch-Sänger

Natürlich lebt so eine Preisübergabe von Reden, Kölsch und guter Moderation. War joot. Und den gesanglichen Abschluss des zweistündigen Programms in der Fähre übernahmen die lebenserfahrenen Herren der Fleischer-Sänger, die wirklich auch mal bei Inas Nacht auftreten sollten. Die Jungs brachten standesgemäße Kracher wie "Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei ...", doch zur Freude der TV- Journalistin folgte dann noch ein donnerndes, geradezu vegetarisches "Erbse und Linse, dat sinnse". (tb)

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