Süßliche Zwiebeln harmonieren toll mit der Geflügelleber-Füllung, sb
Zwiebeln gefüllt mit einer Farce aus Geflügelleber

Gefüllte Zwiebeln mit Geflügelleber, Rezept

Zwiebel heißen in Köln Öllisch. Sie waren schon immer preiswert und gehören in so ziemlich jedes typisch rheinische Gericht. Ihr süßlicher Geschmack passt wunderbar zur Geflügelleber. Die wiederum war zu Omas Zeiten rar. Darum verarbeitete sie diese zu einer Farce und füllte besonders große Öllisch damit.

Als Kinder mochten wir keine Leber. Darum aßen wir nur die geschmorten Zwiebeln mit Soße und Kartoffelpüree. Zum Glück ist das heute anders. Auch wenn das Gericht kein Augenschmaus ist - der Geschmack überzeugt. Und ganz nebenbei sind gefüllt Zwiebeln ein richtig preiswertes Essen. Für unseren gesamten Einkauf haben wir weniger als fünf Euro bezahlt, inklusive Kartoffeln.

Zutaten für 4 Personen

8 große Speisezwiebeln
½ altbackenes Brötchen
30 g Bacon in kleinen Würfeln
150 g Geflügelleber (Hähnchen oder Pute)
1 Eigelb
8 Stängel Thymian (alternativ Majoran)
250 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
Salz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Tipps

Es müssen nicht unbedingt Kräuter für die Farce sein. Sehr apart schmeckt auch ein Hauch Zimt. Für eine Party haben wir so kleine Zwiebelhälften gefüllt und mit einem Klecks Preiselbeeren gereicht. Ein voller Erfolg.

Zubereitung

Zwiebeln pellen und halbieren. In Salzwasser 10 Minuten vorkochen. Herausnehmen, trocknen lassen und aushöhlen. Dabei sollten die äußeren drei bis vier Schichten übrig bleiben. Zwiebelkerne in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen.

Brötchen in Milch einweichen. Ausdrücken und mit Geflügelleber, Bacon und Eigelb in einen Mixer geben. Thymianblätter abzupfen und ebenfalls in den Mixer geben. Kräftig salzen und Pfeffern. Die Mischung auf zu einem glatten Teig zerkleinern und mixen. Wer keinen Mixer hat, kann auch einen Pürierstab verwenden.

Backofen auf 160 Grad vorheizen. Einen Bräter einfetten und die Zwiebelhälften hineinsetzen. Die Geflügelleberfarce in die Zwiebelhälften füllen. In den Ofen schieben und rund einen halbe Stunde schmoren. Dafür nach einer viertel Stunde die Brühe angießen. Bei bedarf weitere Brühe oder Wasser später nachgießen.

Zwiebeln aus dem Ofen nehmen. Nach Belieben mit Fleur de Sel bestreuen und heiß servieren. Dazu passen frisches Baguette, Salzkartoffeln oder Kartoffelstampf und natürlich das ein oder andere kühle Kölsch.

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