Jack Sparrow entert Kölner Philharmonie

Großes Kino in Kölns renommiertem Konzerthaus: Am 4. April gibts gleich zwei Vorstellungen (14:30 & 20 Uhr) des Hollywood-Blockbusters Fluch der Karibik 3 - Am Ende der Welt. Und Ehrensache: Der der Soundtrack kommt nicht vom Band. Den liefern die Neue Philharmonie Westfalen und Chor - live und auf den Punkt. Eine Mischung aus großartiger Filmmusik des Komponisten und Oscar-Preisträgers Hans Zimmers und spannender Piraten-Aktion.

Bereits die beiden ersten Teile des Blockbuster um Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) kamen als erfolgreiche Live-Inszenierungen auf die Bühne. Allerdings nicht in Köln. Dirigent Helmut Imig feierte mit dem Fluch der Karibik I erstmals 2011 in München Premiere. Jetzt darf er erstmalig das Publikum in der Domstadt bei der spannende Mischung aus Konzert und Kino-Event begeistern. Karten gibts bei der Kölner Philharmonie oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Musik vom deutschen Oscar-Preisträger Zimmer

Keira Knightley muss noch warten. Orlando Bloom hat einen, Johnny Depp sowieso und Komponist Hans Zimmer (Jahrgang 1957) auch: einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood. Eine verdiente Ehre für den gebürtigen Frankfurter. Immerhin gaben seine Kompositionen neben Fluch der Karibik auch Kino-Hits wie Gladiator oder Der Da Vinci Code erst den richtigen Feinschliff. Und für den Soundtrack zu König der Löwen gabs 1995 sogar den Begehrten Oscar für Zimmer.

Ein Konzert live zum Film ist eine besondere Herausforderung, findet der Star-Komponist. Denn: "... Das Orchester hat keine stille Sekunde und durch das immense Tempo keine Zeit zum Luftholen". Das Philharmonie-Publikum darf gespannt sein. Denn in Begleitung eines Chores meistert das 80 Musiker starke Neue Philharmonie-Orchester Westfalen unter Leitung von Helmut Imig diese Aufgabe bravourös.

Story: im eigenen Seemansgarn verheddert

Auch auf der Leinwand geht es heiß her: Elisabeth Swan (Keira Knightley) und Will Turner (Orlando Boom) stechen wieder in See. Sie wollen Jack Sparrows Seele aus der Unterwelt retten. Dafür müssen sie sich jedoch mit dem hinterlistigen Barbarossa (Geoffrey Rush) - ihrem einstigen Widersacher - zusammentun. Unterdessen macht Davy Jones mit seiner Flying Dutchman die Weltmeere unsicher. Überall lauert Verrat. Und am Ende muss sich jeder für seine Seite entscheiden ...

Der dritte Teil der Pirates of the Caribian-Saga aus der Schmiede des Erfolgsproduzenten Jerry Bruckenheimer ist düsterer als seine Vorgänger, die verworrene Handlung verheddert sich oft im eigenen Seemansgarn. Dem Streifen fehlen Schwung und Komik der ersten beiden Teile. Dennoch ist die aufwändige Produktion sehenswert: Die Schauspieler sind großartig, die Kulissen wunderbar, die Action-Szenen Klasse, der Soundtrack erstklassig.

Als Live-Event mit Chor und großem Orchester ist der dritte Teil von Pirates of the Caribian - Disney in Concert ein einmaliges Erlebnis - für Fans von klassischer Musik, großen Kino-Hits und Piraten-Aktion á la Hollywood. Also dann beim Klabautermann: Leinen los und klar zum (Karten) Entern! (sb)