Marina Barth liest im Klüngelpütz aus ihrem neuen Buch, rechts die Opferpuppe Isabella, tb
Auf der Bühne des Klüngelpütz in Köln liest Leiterin Marina Barth

03.04.2014

Regnende Leiche, tödliche KVB

Köln. Improvisierte Morde mit Opferpuppe Isabella hat es auf der Bühne des Klüngelpütz schon gegeben. Doch gestern hat Marina Barth in ihrem Theater aus ihrem Krimi "Blutspur unter Fetten Hennen" vorgelesen. Premiere!

Traumhaftes Wetter, Real schlägt Dortmund deutlich mit 3:0 und im Saal des Klüngelpütz nahe dem Neumarkt sind dennoch viele Plätze besetzt. Denn wann kommt es schon mal vor, dass eine Comedy-Lady aus ihrem Krimi liest? "Das ist so, als würde Philipp Lahm eine Biografie veröffentlichen", meint sie selbst. Doch der feine Unterschied ist: Frau Barth kann schreiben. Sogar der ganze Text ist von ihr. Und die Inspiration zum Buch? Köln. Was eine Fundgrube.

Punkig, frisch und ganz schön böse

Klar, den Krimi mit all seinen kölschen Verstrickungen und all dem Filz und Wahnsinn gibt es auch gedruckt. Aber wenn Marina Barth liest, hat das was: Dann blitzt schon mal die Punkerin in ihr auf, ihr Faible für Frauen, die ihr Wild noch selbst im Wald schießen und für Künstler, die nicht umbedingt HA Schult heißen müssen. Genüsslich lässt sie einen dicken kölschen Geschäftsmann flirten bis in den Tod, beschreibt den Geruch einer Leiche in der Zwischendecke und macht gar keinen Heel daraus: Alle Figuren im Buch sind rein erfunden, vor allem die Kommissarin selbst. Köln Reporter meint: hörenswert, lesenswert bestimmt auch. tb

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