Hänneschen-Theater Köln, rb
Figuren des Puppentheaters Hänneschen, Foto Roberto Di Bella

10.01.2014

Steueroase Düx im Hänneschen

Noch bis zum 1. März 2014 läuft das Puppenspiel Steueroase Düx im Hänneschen-Theater. Bei der Premiere der Puppensitzung am 9. Januar tanzte sogar TV-Koch Lafer als Puppe.


Auf der Bühne steht Schäl, das schielende Urgestein der Hänneschen-Puppen. Er trägt eine Karnevalsuniform und die Verantwortung sowieso. Denn in seine Stiftung Frohsinn des Kölner Beach Club sollen Politiker aus Düsseldorf, Superreiche aus Afrika und Finanzscheichs ihr Schwarzgeld parken. Soweit das Karnevalsmotto.

Bild von den Probem zum Stück Steueroase Düx

Lafers Ähzezupp, Richmodis auf türkisch

Nun lässt sich Geld im Sand verbuddeln und im Rhein reinwaschen. Doch das Team und Leitung von Frauke Kemmerling bringt natürlich noch alle möglichen anderen Themen auf die Bühne. Zum Beispiel das Kölner Nachtleben, wenn das Reh per Bahn als Puppe in der KVB unterwegs ist. Oder ein Ex-Landtagsabgeordneter aus Dingsdorf rustikal brüllt: Was ist ein Politiker ohne Hämmorhoiden? Ein gesundes Arsch. Höhepunkte gleich in Teil 1 sind der gusseiserne Willy Millowitsch, der sich plötzlich von der Bank erhebt. Lafer, der die Ähzezupp nicht kennt. Und der krasse Checker mit türkischem Akzent, der die Sache mit Richmodis erklärt. Samt Pferden im Turm. Was dann musikalisch im Aisha-Rhythmus kommt, rockt die Bude. Genial.

Schäl in Hochform

Zu Hochform ist diesmal Walter Oepen aufgelaufen. Der spielt den Schäl und hat die Idee zum Puppenstück gehabt. Wie immer ist die Band klasse, die Puppen super, das Niveau variiert erfrischend zwischen witzig und ordinär. So muss Frau Merkel im Kleid natürlich zwei Überhangmandate haben. Geht halt nicht ohne ...

 

Fazit: Sehr witzig, für 26 Euro ist die Karte mit etwas Glück am Schalter noch zu haben. An der Abendkasse. Denn wegen der vielen Fans waren die Karten schon vor der Premiere weitgehend ausverkauft.

Spielzeiten: Mi-Fr 19.30, Sa und So 15 & 19.30 Uhr

PS: Kölnreporter entschuldigt sich an dieser Stelle für die fehlenden eigenen Bilder. Wir rasende Reporter waren bei Pressekonferenz vor der Premiere zu spät und haben aus Anstand bei der Vorstellung nicht fotografiert. Dank deshalb an Lisa Dahl von der Stadt Köln, die uns das Bild oben von den Probem geschickt hat. tb

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