Schillplatz in Köln Nippes, sb
Schillplatz in Köln Nippes

30.07.2014

Argentinien in Köln: Nippeser Straßentango

Ein Klassiker ist zurück auf dem Schillplatz. Nach vier Jahren Pause tanzt Nippes diesen Samstag (2. August) endlich wieder Straßen-Tango. Mitmachen darf jeder und zwar kostenlos. Um 18 Uhr gehts los. Und nach dem Ende um 22 Uhr nehmen Tänzer und Zuschauer die südamerikanische Stimmung sicher mit in die umliegenden Lokale.

Die Veranstaltung selber ist auch für Zuschauer umsonst. Für Getränke, Speisen und einen Sitzplatz sorgen Moriot und Gernots. Hier zahlen Gäste nur den ganz normalen Tagespreis. Wer keinen der begehrten Stühle auf dem Platz ergattern, darf gerne am Rand zuschauen und die Akteure beklatschen. Ein schöner Anlass den Böllerwagen abzustauben. Denn mit mitgebrachtem Fäßchen und kleinen Happen machts an diesem Abend mindestens genauso viel Spaß.

So tanzen die Gauchos, die Gauchos tanzen so ...

Gefühlt ist es eine Ewigkeit her: Deutschland schlägt Argentinien 1:0 im Finale der WM. Und bei der Siegesfeier lernen wir von Schweini und Co: "So gehen die Gauchos, die Gauchos gehen so ...". Wie sie in Wirklichkeit tanzen, hat Mit-Initiator, Organisator und Fotograf Klaus Wohlmann auf seiner Reise nach Argentinien im Jahr 2000 in Bildern festgehalten. Und das ist alles andere als gebückt und niedergeschlagen.

2004 brachte Klaus Wohlmann das südamerikanische Lebensgefühl das erste Mal auf den Schillplatz im Herzen von Köln Nippes. Sieben Jahre war es ein Sommer-High-Light im Veedel. Doch dann war plötzlich Schluss. Die übrigens komplett ehrenamtliche Organisation hatte sich als zu aufwendig erwiesen. Jetzt tanzt das wilde Nippes wieder - dank dem erneuten Engagement von Klaus Wohlmann und Mit-Organisator Christof Roenneker.

Wohlmann und ein Ball in Afrika

Klaus Wohlmann ist in Köln längst ein bekanntes Gesicht. Er fotografiert seit vielen Jahren, seine Ausstellungen begeistern. Im Dezember 2013 und Januar 2014 zeigte er er im Kölner Sport- und Olympiamuseum eindrucksvolle Bilder von spielenden Kindern in Afrika. Darunter ein Jungen, der kunstvoll einen alten Metallreifen über die holprige Straße tanzen lassen oder ein Auto, zusammengebaut aus alten PET-Flaschen.

Ein einfacher Ball, vielleicht sogar ein Fußball? Ein Traum für die kleinen und großen Pänz in Ländern wie Kongo, Kamerun und Gabun. Eine Idee und ein echtes Anliegen für Klaus Wohlmann. Für seine nächste Reise sammelte er darum Bälle, Bälle für Afrika. Köln Reporter berichtete.

Ein Ball von Köln Reporter in Afrika

Der Spendenaufruf hat unsere Redaktion damals berührt. Wir haben ihn weitergegeben und selbstverständlich einen eigenen Ball mit auf die Reise gegeben: mehr. Die schönsten Bilder finden Sie auf der Webseite des Fotografen und im Bildband Ballwechsel von Klaus Wohlmann. Unser Ball ist übrigens im Kongo gelandet. Und Wohlmanns Bild beweist: Die Kids haben jede Menge Spaß damit. (sb)

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